Vorstand und Helferinnen in Aktion: Vorbereitung für den Lottomatch am Abend.

Vorstand und Helferinnen in Aktion: Vorbereitung für den Lottomatch am Abend.









Der Herbst hat ziemlich resolut Einzug gehalten, die Nächte sind schon recht kalt, das Silberhorn hat wieder ein ganz dünnes weisses Mäntelchen erhalten – und es kommt der Tag des Bödeli Frauentreff Ausfluges. Am kühlen, aber Sonne versprechenden Dienstagmorgen, sind 56 Frauen vom Bödeli in einem Neukomm-Bus versammelt und sind gespannt, was der Tag so bringt.
Ziel ist das Kloster Einsiedeln. Recht zügig wird über den Brünig Richtung Gisikon gefahren. Dort ist im Restaurant Tell schon alles bereit für eine gemütliche Kaffeepause.
Es werden im Car kleine Singbüchlein verteilt, welche vom gemischten Chor Goldswil gesponsert sind. Schon bald erheben sich ein paar Stimmen und andere setzen ein. So werden einige der bekannten Volkslieder, wie „Luegit vo Bärg u Tal“ u. ä. gesungen.
Margrit Wyss, die Organisatorin und Reiseleiterin und Margrith Leuenberger, ihre rechte Hand haben diesen Tag mit verschiedenen Zetteli bespickt. So bekommt jede Teilnehmerin ein kleines Papierherz zum Anstecken, mit der Bitte, dies bis am Abend gut zu behüten, da es noch benötigt werde.
Für das Mittagessen hat Margrit kleine Papierwölkchen vorbereitet. Eine Farbe für das Fleischmenü, eine andere Farbe für das Vegimenü. So gibt es keine Rochaden wegen falscher Verteilung des Essens.
Angekommen in Einsiedeln, kann frau sich kurz die Beine vertreten und einen kleinen Einblick in das Städtchen erhalten. Nach dem Mittagessen steht eine Führung mit Besichtigung der imposanten Kloster-Kirche auf dem Programm.
Anschliessend geht es dann wieder zurück in Richtung Brünig. Bei Sonnenschein durch die schöne Landschaft mit all den Seen und Bergen zu fahren, macht die Fahrt abwechslungsreich und kurzweilig.
Beim Zvieriznacht im Restaurant Waldegg auf dem Brünig werden die Eindrücke des Tages diskutiert. Auch die Auflösung des Rätsels mit den Herzen erfolgt. Fünf Herzen sind mit einer Nummer versehen. Wer so ein Herz hat, erhält einen kleinen, spassigen Preis.
Die gelungene Organisation hat viel dazu beigetragen, dass alle den Tag geniessen können und zufrieden nach Hause kommen.
Ein herzliches Dankeschön an Margrit und Margrith, ihr habt das super gemacht!

Frau Birgit Dembeck hat uns Anwesenden gestern eine kurzweilige, aufschlussreiche Stunde geschenkt. Es würde zu weit führen, dies im Detail wiederzugeben, aber zwei / drei Müsterli gebe ich gerne weiter:
Wir Frauen wollen immer alle Arbeit zuerst fertig gemacht haben, bevor wir etwas Schönes für uns selber machen! Da stellt sich die Frage, wann ist beispielsweise die Arbeit im Haushalt fertig…??? Mit andern Worten, es bleibt eigentlich keine Zeit für sich selber.
Wenn das Herz zumacht, damit es nicht verletzt wird, dann kann auch keine Freude mehr hinein und das sind wir uns nicht bewusst.
Und dann die schöne Geschichte zum schmunzelnd darüber nachzudenken:
Frau schaut sich im Spiegel an:
Mit 3 Jahren schaut sie sich an und sieht eine Königin.
Mit 8 Jahren schaut sie sich an und sieht das Aschenputtel.
Mit 15 Jahren schaut sie sich an und sieht die hässliche Stiefschwester des Aschenputtels: “Mutter, so kann ich unmöglich zur Schule gehen!”
Mit 20 Jahren schaut sie sich an und sieht sich “zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus/zu glatt”, aber sie geht trotzdem aus.
Mit 30 Jahren schaut sie sich an und sieht sich “zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus/zu glatt”, aber sie findet, sie habe jetzt keine Zeit, sich darum zu kümmern und geht trotzdem aus.
Mit 40 Jahren schaut sie sich an und sieht sich “zu dick, zu dünn, zu klein, zu groß, die Haare sind zu kraus/zu glatt”, aber sie sagt, sie sei “zumindest sauber” und sie geht trotzdem aus.
Mit 50 Jahren schaut sie sich an und findet: “ich bin ich”und geht überall hin, wo sie hingehen will.
Mit 60 Jahren schaut sie sich an und erinnert sich an all die Menschen, die sich nicht mehr im Spiegel betrachten können. Sie geht hinaus in die Welt und erobert sie.
Mit 70 Jahren schaut sie sich an und sieht Weisheit, Lachen und Fähigkeit; sie geht aus und genießt das Leben.
Mit 80 Jahren kümmert sie sich nicht mehr darum, in den Spiegel zu schauen. Sie setzt sich ganz einfach einen lila Hut auf und geht aus, um sich mit der Welt zu vergnügen.
Vielleicht sollten wir alle jenen lila Hut schon früher aufsetzen?


85 der 112 Mitglieder des Bödeli Frauentreffs fanden sich für die 70. Hauptversammlung im Saal des Restaurant Stadthaus in Unterseen ein.
Die Präsidentin, Adelheid Bohren, begrüsste alle herzlich. Sie nahm das Jubiläum zum Anlass etwas weiter zurück zu schauen als gewöhnlich.
Der Ursprung unseres Vereins geht eigentlich weiter zurück als diese sieben Jahrzehnte. Vier Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges, im Jahre 1922 gründete in Zürich der Coop, damals die Schweizerische Konsumgenossenschaft genannt, den „Konsumgenossenschaftlichen Frauenbund Schweiz“. Der neue Verband sollte einerseits die Idee von Genossenschaften fördern, andererseits Frauen dazu ermuntern, sich für ihre Interessen als Konsumentinnen zu engagieren. Mit Vorträgen, Kursen und andern Anlässen wurden die Frauen informiert und geschult.
Auf dem Bödeli wurde am 31.03.1949 der „Konsumgenossenschaftliche Frauenverein Interlaken und Umgebung“ gegründet. Da waren 32 Mitglieder dabei.
1970 erfolgte der Namenswechsel auf „Coop Frauenbund Sektion Interlaken“ und 1995 auf „Coop Frauentreff“.
Seit 2010, nach der Auflösung des Regionalverbandes, nennt sich der Verein „Bödeli Frauentreff“ und ist finanziell auf sich selber gestellt.
Auch heute noch sind viele Frauen dabei, welche bei der früheren Organisation schon Mitglied waren.
Nach Abschluss der Hauptversammlung überraschte eine Clownin die Anwesenden. Elisabeth Fankhauser, „ELFA“ brachte einige Müsterli aus ihrem Leben und nahm dann auch mit augenzwinkernden Bemerkungen auf den Verein Bezug. So meinte sie beispielsweise, dass in unserer schnelllebigen, hektischen Zeit immer mehr Abkürzungen im täglichen Gebrauch anzutreffen seien und sie könne sich vorstellen, dass die Vereins-Mitglieder schon bald zu ihrem Mann sagen würden; „Ich bin heute auf dem BFT-Ausflug“. Und wer weiss, in wie manchem Kalender dies bereits schon so steht…?

Den Abend durften wir bei einem sehr feinen Essen gemütlich ausklingen lassen. Dem Restaurant Stadthaus mit dem ganzen Team herzlichen Dank!



Leider hat Markus Hari (Jg. 1958) seinen Kampf gegen den Krebs am 24.02.2020 verloren. Wir entbieten den Angehörigen unser herzliches Beileid!


Gut 50 Frauen des Vereins und einige Gäste, Bekannte von Markus Hari, kamen und hörten gespannt den Worten, welche der Judolehrer mit ganzer Überzeugung, viel Energie und einem gesunden Quantum Humor vortrug.
Nach sechsjährigem Kampf gegen den Krebs war er im 2014 voller Zukunftspläne. Beruflich wie auch für sein geliebtes Judo. Das Schicksal wollte es anders, ein erneuter Tumor bestimmte sein Leben. Er verlor seinen Job, das geplante Projekt wurde gestrichen und er musste sich erneut einer Behandlung inkl. einer 13-stündigen Operation unterziehen. Zum zweiten Mal in seinem Leben war seine Perspektive „um sein Leben kämpfen, Krankheit annehmen“ geworden.
In der schlaflosen Nacht vor der Operation entschied er sich, danach seine Judolehrer-Diplomarbeit zu schreiben und zwar nach seiner Fasson. Judo-Training und die Kinder die er leitet, gaben ihm immer wieder die Kraft aufzustehen. Seine Diplomarbeit ist geschrieben und der Erlös aus dem Verkauf geht zu je 25% an die Krebsliga und das Regionale Leistungszentrum, RLZ Bern. Seine Idee wurde zu einem Projekt, das die Unterstützung, Verbindung der Krebs-Forschung bei Kindern und dem Sport zum Ziel hat. Sein Leben wird heute durch tägliches Judo-Training, örgelen, singen, Infoanlässe zu seinem Projekt und Lebenshilfe für andere geprägt. Er nimmt jeden Tag mit Dankbarkeit, Zufriedenheit und Demut an. Seine wichtigsten Tipps an die Anwesenden: „arbeitet mit eurem Körper, denn das ist eure Grundstation“ und „die Gedanken müssen auf dem gleichen Niveau wie der Körper sein“. Er erklärt das so: „Wenn ich negative Gedanken habe, kann auch der Körper nicht positiv sein“. Sehr eindrücklich und humorvoll zeigt er mit einigen Beispielen auf wie er persönlich das macht. Er ist überzeugt, Sport ist lebenswichtig für die Gesundheit.
Auch Gedanken zum Tod hat er den Zuhörenden anvertraut wie; sein Leben bewusst leben und aktiv sein trotz Krankheit, das ist auch für die Angehörigen wichtig.
Markus Hari hat den Vortrag mit zwei bewegenden Liedern, begleitet mit seinem Schwyzerörgeli, und einem Gedicht um- und abgerundet – da blieben nicht alle Augen trocken.
Nach gut einer Stunde waren alle Anwesenden beeindruckt, bewegt, hoffnungsgestärkt und voller Bewunderung für diesen Mann und seinen Umgang mit diesem schweren Schicksal.
Die Anwesenden hatten die Möglichkeit für sein Projekt zu spenden, die Diplomarbeit zu kaufen. Ein Projekt, das absolut unterstützungswürdig ist.

51 Frauen – keine einzige hätte mehr im Car Platz gehabt – sind am 4. September um 08.00h die Reise ins Emmental angetreten. Der Vorstand, insbesondere Gertrud Schmied, welche die Reise organisierte, freuten sich sehr über diese grosse Teilnahme.
Trudi, als gebürtige Emmentalerin hat uns mit viel Herzblut und Freude ihre erste Heimat, wie sie es nennt, gezeigt. Die Carfahrt bis Affoltern wurde mit einigen Vorinformationen durch Trudi begleitet. Die Führung in der Schaukäserei hat das Interesse aller geweckt, teilweise konnte sogar „mitgeredet“ werden, da wir ja „aus den Bergen“ kommen und auch schon das eine oder andere in Sachen käsen mitbekommen haben.
Im Restaurant Lueg konnten wir ein sehr feines Mittagessen einnehmen und danach ging es weiter zum Jakob-Markt in Zollbrück. Welches Frauenherz schlägt nicht etwas höher bei so viel Wolle, Stoff, Kleidern und und und….
Wer aber glaubt, der „Köbel“ sei der Höhepunkt der Reise gewesen, irrt – Trudi bescherte uns eine einmalig schöne Überraschung! Der Car-Chauffeur fuhr uns zum Würzbrunnenkirchlein. Und damit nicht genug: Als alle Frauen drinnen waren und sich an die berühmten Gotthelffilme wie „Käserei in der Vehfreude“ erinnerten, begann plötzlich eine Stimme von der Kanzel – nein nicht zu predigen – zu singen. Da kann man nur sagen „eifach ärdescheenn“! Trudi hat ihre Schwester gebeten für uns zu singen. Mit schöner Stimme sang und jodelte sie, das berührte sehr und löste einige Emotionen aus.
Ganz herzlichen Dank den beiden Schwestern!!
Anschliessend durften wir uns im Moos Pintli Röthenbach stärken um danach die Heimreise ohne Hunger zu überstehen ;-).
Wohl alle Frauen gingen mit etwas vom Köbel, der Käserei, aber vor allem mit frohem Herzen und vielen schönen Eindrücken nach Hause.
Dem Chauffeur für die angenehme Fahrt und Trudi für die super schöne, interessante Reise wie auch für die kreative, kompetente Reiseführung ein ganz grosses MERCI!
Christian Tschabold informierte am Vereinsabend, 29. Mai 2018 die Anwesenden Mitglieder des Bödeli Frauentreff sehr interessant und aufschlussreich über das Thema „Verhalten bei Feuerausbruch im Haushalt, Hotel etc.“.
Die Frauen gingen nach dem Vortrag nach Hause um zu schauen, ob und wie viele Rauchmelder und welchen Feuerlöscher sie wohl haben….
Also Ziel des Vortrages erreicht, merci vielmal Chrigel 🙂

Am Dienstagabend, 23.01.2018 trafen sich 78 Mitglieder des Bödeli Frauentreff zur 69. Hauptversammlung im Saal des Restaurant Stadthaus in Unterseen. Im Zentrum des Abends stand die Demission von Erika Dähler, Interlaken als Präsidentin. An ihrer Stelle wurde Heidi Bohren, Matten von der Vereinsversammlung mit grossem Applaus zur Präsidentin gewählt. Erika Dähler hat 25 Jahre Vorstandsarbeit geleistet, davon 7 Jahre als Präsidentin und wurde dafür zum Ehrenmitglied ernannt. Es war für alle ein emotionaler Moment, als Heidi Bohren, die wertvolle und engagierte Arbeit von Erika würdigte. Therese Seiler, Matten war 17 Jahre mit Erika Dähler im Vorstand und hat ihr ein herziges „Vergissmeinnicht“ – Büchlein gestaltet und übergeben, mit diversen Erinnerungen aus all den gemeinsamen Vereinsjahren. Es blieben nicht alle Augen trocken.
Aufgrund der Demission von Erika Dähler, wurde ein neues Vorstandmitglied gesucht. Der Vorstand freut sich, mit Gertrud Schmied aus Wilderswil eine fröhliche, engagierte Person gefunden zu haben. Die restlichen Vorstandmitglieder, Therese Seiler, Margrith Leuenberger, Marianne Hunziker, alle aus Matten wurden einstimmig bestätigt, so auch die Revisorinnen Rosmarie Messerli, Madelaine Michel und Silvia Krauchthaler.


Um die 60 Frauen haben den Advent 2017 gemütlich zusammen gefeiert. Die Zithergruppe Bönigen stimmte uns alle mit feinen, bekannten Melodien in den Advent ein. Es wurde mitgesummt und wir durften staunen, wie schön diese Instrumente klingen. Zwei unserer Mitglieder sind auch dabei, ihnen vor allem ein herzliches Dankeschön. Ernst Hunziker las zwischen den musikalischen Darbietungen eine weihnächtliche Geschichte von Elisabeth Müller und zwei von ihm selber geschriebene Geschichten vor. Alle Anwesenden lauschten gespannt den lustigen, aber auch wehmütigen, teilweise sogar etwas traurigen Alltagsmomenten, die wohl alle in irgendeiner Weise auch kennen. Zum Schluss gingen wir dann mit feinen, lieblichen Gefühlen in die kalte Winternacht hinaus.
Am 26.09.2017 hat Frau Ruth Baur aus Frutigen beim Bödeli Frauentreff einen Einblick in das Leben der Elisabeth Müller gegeben und anschliessend eine wunderschöne, berührende Geschichte aus dem Buch „Fride i Huus u Härz“ vorgelesen. Die Frauen hatten ihre Freude daran und dankten Frau Baur mit einem herzlichen Applaus.
Geboren am 21. September 1885 in Langnau im Emmental;
† 22. Juni 1977 in Hünibach bei Thun
Wer Elisabeth Müller war, wussten die Anwesenden wohl alle – jüngere Generationen können mit dem Namen meist nichts mehr anfangen. Das Buch „Quelle“ ist sicher empfehlenswert für diejenigen, die noch etwas mehr über diese Autorin wissen möchten.
Folgende Buchtitel weckten bei vielen Anwesenden Kindheitserinnerungen:
Ein herzliches Dankeschön an Frau Baur!